Spätestens mit der Adventszeit beginnen wir alle wieder gedanklich unsere Geschenkelisten zu erstellen. Bis zu 1/3 des Jahresumsatzes wird im Weihnachtsmonat im deutschen Einzelhandel je nach Branche umgesetzt. Das Angebot ökologisch und sozial korrekter Produkte wächst dabei erfreulicherweise beständig an.

Allerdings ist es für uns Verbraucher oft nicht leicht, den Überblick zu behalten und Green Washing von wirklich „grünen“ Produkten zu unterscheiden. Daher wollen wir Euch heute ein paar Anregungen für den Weihnachtseinkauf mit auf den Weg geben.

Advent und Nikolaus
Das Fairtrade und Bio-Siegel sollte drin stecken in den Nikoläusen und Adventskalender für unsere Kinder. Für den Adventskalender und die Füllung der Nikolausstiefel gibt es mittlerweile eigentlich alle Produkte sowohl in Bioqualität, als auch mit dem Fairtrade Siegel. Mit dem Kauf eines fair gehandelten Produktes machen wir nicht nur unseren Liebsten eine Freude, sondern sorgen auch bei den Produzenten für bessere Lebensbedingungen.

Faire Mode
Die „grüne“ Mode hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Es ist längst nicht mehr nur etwas für Menschen mit „alternativen“ Geschmack. Das Schöne ist, hier können wir auf die vertrauten Bio- und Fairtrade-Siegel achten, die auch in der Bekleidungsindustrie Anwendung finden. Leider ist die Auswahl in den großen Kaufhäusern noch relativ klein, es gibt aber eine Vielzahl kleiner Labels in Deutschland wie z.B. www.armedangels.de, die öko-rrekte Mode anbieten. In Nürnberg findet sich mit Glore auch Deutschlands erste Modeboutique, die ausschließlich öko-rrekte junge Mode anbietet. Auch die großen Anbieter beginnen, ihr Sortiment zu erweitern. Jeder hat mittlerweile Produkte aus ökologisch produzierter Baumwolle. Das ist ein guter Anfang, doch erst ganzheitliche Zertifizierungen, auch der weiteren Verarbeitungsschritte, wie das Färben und Bedrucken, machen Kleidung und Schuhe wirklich ökologisch. Fragt im Geschäft immer wieder nach ökologisch produzierter und mit dem Fairtrade Siegel zertifizierter Kleidung, denn so wächst auch das Angebot!

Für Haut und Haar
Auch im Kosmetikbereich hat sich in den letzten Jahren viel getan. Leider haben sich die Hersteller aber noch nicht auf ein einheitliches Siegel für Naturkosmetik einigen können. Fast alle Hersteller haben aber mittlerweile Naturkosmetik Produkte. Aber Vorsicht, nicht überall wo Naturkosmetik drauf steht ist auch Naturkosmetik drin, denn der Begriff ist nicht geschützt. Echte Naturkosmetik zeichnet sich dadurch aus, dass mit „natürlichen“ Rohstoffen gearbeitet und auf Tierversuche verzichtet wird. Auch vegane Produkte sind immer häufiger immer Sortiment zu finden. Auch hier lohnt es sich nachzufragen oder auf der der Verpackung nachzulesen, was im Produkt drinsteckt.

Verpackung
Apropos Verpackung, auch hier können wir einen Beitrag leisten. Nehmen Sie sich zum Einkauf stets einen Beutel oder Rucksack mit, um auf Plastiktüten verzichten zu können. Auch beim Geschenkpapier sollten wir Recycling-Papier verwenden. Gerade beschichtete Papiere, oder Metall- und Plastikfolien sind extrem umweltschädlich. Wie wäre es denn mal damit, Papier von den Kindern bemalen zu lassen oder statt Geschenkpapier die Geschenke in Stoffe einzupacken, die wir danach wiederverwenden können.

Mach den kleinen Unterschied!

Herzlich grüßt
die BLUEPINGU Redaktion
Frank Braun

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