Vor dem Hintergrund der vom 15. bis zum 18. Juli in Friedrichshafen stattfindenden »OutDoor«, der größten Outdoor-Messe Europas, veröffentlicht die Kampagne für saubere Kleidung eine Studie, die 15 der erfolgreichsten Outdoor Unternehmen befragt und Selbstbild und Realität gegenüberstellt.

Auch Spiegel online hat heute einen guten Artikel mit dem Titel "Outdoor-Hersteller fallen bei sozialer Verantwortung durch" dazu publiziert. Schön dass dieses Thema mal mehr Öffentlichkeit bekommt!

In der Studie kommt klar heraus, dass leider nicht automatisch bei Jacken für 600€ auch gerechte und gesunde Arbeitsbedingungen inklusive sind, wie dem Käufer durch die tollen Slogans und die inflationäre Verwendung von Begriffen wie Nachhaltigkeit suggeriert wird.

Während bei der Materialqualität genau hingesehen wird, spielen leider die sozialen Standards, die gezahlten Löhne und Arbeitsbedingungen für Firmen wie Patagonia, Schöffel und Co. gemäß der Studie nur eine untergeordnete Rolle. Dabei machen die Lohnkosten z. B. an einem Treckingschuh gemäß der Kampagne für saubere Kleidung weniger als 1% vom Preis aus.

Foto: Baumwollplückerin Credit: TransFair e. V. / Foto: S. Engelhardt

Aber es tut sich langsam was, nicht zuletzt, weil die Verbraucher mehr und mehr diese Geschäftspraktiken hinterfragen und bei iherer Kaufentscheidung einfließen lassen. So ist z.B. Jack Wolfskin gemäß dem Bericht kürzlich der Fair Wear Foundation beigetreten. Wenn wir als Konsumenten hier weiter Druck machen, dann werden hoffentlich diese finsteren Geschäftspraktiken bei diesen Firmen bald der Vergangenheit angehören.

Das liegt auch in unserer Hand!

Foto: Baumwollplückerin Credit: TransFair e. V. / Foto: S. Engelhardt

Mach den kleinen Unterschied!

Herzlich grüßt
die Bluepingu Redaktion
Frank Braun

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