Monaco Bagage, der Creole Publikumspreisgewinner 2011, zeigte bei der großen Party am Freitag vergangene Woche im K4 an, um wen es bei "Biofach grüßt Nürnberg" vor allen Dingen ging: um EUCH!

monaco bagageZum ersten Mal gab es auch für uns Co-Produzenten eine eigene Eventreihe anläßlich der Biofach und ca. 800 Menschen nutzten die Gelegenheit, sich bei Vorträgen, in Filmen und im persönlichen Gespräch zu informieren. Ein toller Erfolg für diese neue Eventreihe. Ein besonderes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle an Hubert Rottner, BioInnung e.V. richten. Ohne seine Erfahrung und Mithilfe hätten wir uns wohl nicht getraut, diesen Event zu organisieren.

Mein persönliches Highlight dieser drei Tage war sicherlich der Vortrag von Michael Braungart am Mittwochabend im vollbesetzten Festsaal des K4. Sein provokanter Vortrag ließ glaube ich niemanden unberührt! Er prägte auch den oben verwendeten Begriff des Co-Produzenten in der Diskussion. Gemeint sind damit nicht etwa Unternehmen, sondern er meinte damit uns Verbraucher. Was er damit wohl meinte, ist eine veränderte Sichtweise auf die Dinge im Ladenregal. In seinem Cradle-to-Cradle Konzept einer abfallfreien Kreislaufwirtschaft werden wir alle mit in den Produktionsprozess eingebunden, denn verbrauchen sollen wir nur das, was am Ende wieder Erde wird. Bei allen anderen Dingen, wie z.B. Mobiltelefonen sind wir nur Nutzer, die am Ende der Nutzung unseres Gerätes die Verantwortung haben, die wertvollen Rohstoffe zur Wiederverwertung in den Kreislauf zurückzuführen. Er zeigte an Lösungsbeispielen aus allen Lebensbereichen auf, wie sein Konzept in der Realität funktionieren soll. Dabei arbeitete er auch heraus, dass bei richtiger Verwendung unserer Ressourcen auch das Bevölkerungswachstum nicht zwingenden zu Rohstoffmangel etc. führen muss.

Abfall ist in der Cradle-to-Cradle Welt Nahrung. Erneuerbare Energien sind der Motor dieses Konzeptes. Artenvielfalt das Rückrat. Häuser sollen wie Bäume sein, Städte wie Wälder. Ein schöner Gedanke, der sicherlich vielen, die an diesem Abend dabei waren Mut machte.

Es gibt sie, die Lösungen jenseits von Mangel und Krisen. Dafür muß aber ein radikales Umdenken in unseren Wirtschaftskreisläufen stattfinden. Gerade erst zeigte das auch wieder der Film "Kaufen für die Müllhalde" auf Arte. Ein wirklich sehenswerter Film, der die Realität unserer jetztigen Produktionszyklen aufzeigt. Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung sind die Säulen, auf denen dieses kranke System steht.

Wir alle können mithelfen, dass zu ändern. Wir müssen wieder lernen, die gesamten Kosten eines Produktes in unsere Kaufentscheidung einfließen zu lassen. Egal ob es um Atomstrom geht, oder um Wegwerfkameras etc. der Preis für diese Produkte wäre um ein vielfaches Höher, wenn die Kosten zur Beseitung der Umweltschäden bei Produktion und Entsorgung sowie die Folgeschäden für unsere Gesundheit direkt vom Hersteller bezahlt werden müssten.

Stattdessen zahlen wir das über steigende Krankenkassenbeiträge und unsere Steuern. Egal ob es der Castor Transport ist oder die Entgiftung unseres Trinkwassers, wir zahlen hier damit Konzerne Gewinne mit schlechten Produkten machen können.

Auch Benedikt Haerlin, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, zeigte in seinem Vortrag zu Gentechnik auf, wie hier ein System nicht für die Gesellschaft sondern in die Taschen weniger Konzerne arbeitet. Dabei ist der Nutzen der Gentechnik an vielen Stellen strittig, haben sich anfänglich erzielte Erfolge bei der Reduktion von Pestiziten auf den Äckern mittlerweile schon wieder umgekehrt. Auch hier wird nicht mit der Natur und für den Menschen gearbeitet.

Wir als Co-Produzenten, als Mit-Eigner am System Erde können, ja müssen mithelfen, die vielen guten Lösungen und Produkte bekannter zu machen. Erzählt es Freunden und Verwandten, in Schulen, Unis und in der Arbeit, steckt andere mit Euren Ideen und Eurer Begeisterung an.

Dann kann die Veränderung beginnen und unseren Kindern muss vor der Zukunft nicht bange sein!

Wenn Ihr Lust habt, dies gemeinsam mit uns zu tun, dann meldet Euch per Email bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns auf viele MithelferInnen um noch viele solcher Events zu organisieren!

Helft mit, macht den kleinen Unterschied!
Herzlich grüßt
Euer Frank Braun

Mehr zum Thema: