Eine Welt Preis

Am Samstag, 28. Juni 2014, verlieh die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch Schwa­bens Regierungspräsident Scheufele, zusammen mit dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., dem bayerischen Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen, im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses den „Bayerischen Eine Welt-Preis 2014“ zur Förderung des Eine Welt-Engagements.

Regierungspräsident Scheufele betonte in seiner Festrede das vielfältige bürger­schaft­li­che Eine Welt-Engagement überall in Bayern, das es zu unterstützen und in der Öffent­lich­keit stärker darzustellen gelte. Er zeigte sich beeindruckt von der Professionalität der Arbeit und dankte allen Bewerbern um den „Bayerischen Eine Welt-Preis“. Unabhängig von einer Auszeichnung hätten diese alle gewonnen. Re­gierungs­­präsident Scheufele vertrat Staatsministerin Dr. Beate Merk, die als Ministerin für Europaangelegenheiten und re­gionale Beziehungen zudem die bayerische „Eine Welt-Ministerin“ ist.
 
In einem Grußwort der Stadt Augsburg wies Kulturreferent Weitzel einerseits auf das seit den 90er Jahren bestehende Eine Welt-Engagement Augsburgs und andererseits die vielen Mög­lichkeiten zu kommunalem Eine Welt-Engagement hin. Außerdem betonte er, dass jede Kommune durch Unterstützung des bürgerschaftlichen Eine Welt-Engagements nur gewinnen könne.
 
Den ersten Preis in der Kategorie Initiativen, dotiert mit 3.000.- Euro, gewann das Carl-Orff-Gymnasium in Unter­schleiß­heim, das seit vielen Jahren Eine Welt-Themen in der Schule integriert, eine Part­ner­schule in Marokko unterstützt, einen Schüleraustausch mit Westkap/Südafrika pflegt, als Fairtrade-Schule anerkannt ist und dessen Schüler auch den Stadtrat für eine Be­wer­bung als Fairtrade-Town gewonnen haben. Der Landtagsabgeordnete Hermann Imhof hob in seiner Laudatio insbesondere auch die Langfristigkeit und die Breite des Eine Welt-En­gagements am Carl-Orff-Gymnasium hervor.
 
Der zweite Preis, dotiert mit 2.000.- Euro, wurde an die in der Diözese Augsburg angesiedelte „Aktion Hoffnung – Hilfe für die Mission“ verliehen, die u.a. gebrauchte Kleidung sammelt. Viele hier in der Region kennen sicher Vinty's, die Teil dieses Netzwerks sind. Themen wie Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, ethisch korrekte Sammlung und Verwertung von Secondhand-Kleidung sowie alternative Lebensstile können auf diese Weise vermittelt werden. Durch die Verbindung von Mode und Eine Welt-Engagement gelingt es der Aktion Hoffnung, eine breite Zielgruppe für Eine Welt-Themen zu sensibilisieren.
 
„Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ erhielt den dritten Preis, dotiert mit 1.000.- Euro, für eine langjährige Integrationsarbeit und Betreuung von Flüchtlingen. Die Landtags­ab­ge­ord­ne­te Christine Kamm, zugleich Jury-Mitglied und entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag, skizzierte die Bedeutung der Flücht­lingsproblematik auch für die bayerische Politik. Dringend warb sie für eine Zusam­menarbeit von Zivilgesellschaft und Staat.
 
Neben den drei Preisträgern wurden noch sieben weitere Initiativen für Ihre Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Bayern gewürdigt, darunter auch Bluepingu e.V.. Wir freuen uns sehr über diese Würdigung unserer Arbeit über die Region hinaus. Bei einem Standbesuch informierten sich Regierungspräsident Scheufele und Vertreter aus dem Landtag und Bundestag über unsere Arbeit. Die Auszeichung nahmen dann im Goldenen Saal die Vorstände Roland Brücher und Frank Braun im Rahmen eines Festaktes entgegen.

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Bild: Roland Brücher (3 v. l.) und Frank Braun (5 v. l.) mit Regierungspräsident Scheufele (4. v. l.), Herbert Imhof (1. v. r.) und anderen politischen Vertretern bei der Ehrung zum Bayerischen Eine Welt Preis

In einer Sonderkategorie für Kommunen durften sich gleich zwei Städte aus der Region über eine Auszeichnung freuen. Die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz wurde für vorbildliches Eine Welt-Engagement ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Michael Brückner, Jury-Mitglied und entwicklungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, würdigte das besonders vielfältige und langjährige Eine Welt-En­gage­ment der Kommune Neumarkt in der Oberpfalz u.a. incl. gelungener Einbeziehung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Stadt fördert zudem Globales Lernen und Fairen Handel – z.B. mit einer fairen und in Neumarkt verarbeiteten Stadtschokolade.
 
Einen Sonderpreis für kommunales Eine Welt-Engagement erhielten auch die Kommunen München und Langenzenn. Die Gemeinde Langenzenn zeigt beeindruckend, dass auch eine kleinere Kommune durch originelle Aktivitäten und großes Eine Welt-En­gage­ment auffallen kann. Barbara Gradl vom Bayerischen Gemeindetag griff in ihrer Lau­datio u.a. die Langenzenner fairen Lebkuchen und die nachhaltige Beschaffung im Be­reich Funk­tions­kleidung auf.
 
Zum festlichen Rahmen des „Bayerischen Eine Welt-Preises 2014“ gehörte auch der „Infomarkt Eine Welt“, bei dem viele Eine Welt-Gruppen ihre Arbeit vorstellten. Neben Regierungspräsident Scheufele, besuchten auch die Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr und Dr. Volker Ullrich sowie die Landtagsabgeordneten Michael Brückner, Dr. Linus Förster, Harald Güller, Hermann Imhof, Christine Kamm und Carolina Trautner die Infostände der Eine Welt-Gruppen.

Seit einigen Wochen gibt es auch eine Initiative für eine Faire Metropolregion, in der sich schon 13 Städte beteiligen, um in unserer Region dem Thema mehr Gewicht zu verleihen.

Wir danken den vielen ehrenamtlichen Helfern, die diese Auszeichnung für unsere Arbeit erst möglich gemacht haben und freuen uns darauf, mit Euch gemeinsam weiter die Franken zu bewegen - für eine Region Franken in der Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit selbstverständlich sind.

Gemeinsam machen wir den kleinen Unterschied!
Euer BLUEPINGU-Team

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