Die Feinstaubbelastung in den Städten steigt kontinuierlich und wird so zu einer immer größer werdenden Gefahr für die Gesundheit der Bürger. Leider gibt es noch immer viel zu wenige städtische Messtellen (Erlangen hat z.B. garkeine), um das Problembewußtsein der Stadtverwaltung zu aktivieren und gezielte Verbesserungen einzuleiten. Dies möchte Bluepingu mit dem Projekt "Frankenstaub" ändern.

Das Zauberwort heißt: Bürgerbeteiligung.

Wir möchten die Bürger in die Lage versetzen, mit selbstgebastelten Geräten bei sich zuhause, vor der Haustür, Ihre individuelle Feinstaubbelastung zu messen. Die damit in ganz Nürnberg gesammelten Daten veröffentlichen wir dann auf einer stündlich aktualisierten Karte. Damit kann sich jeder Bürger ein Bild machen sowohl von der generellen Luftqualität seiner Heimatstadt als auch der individuellen vor der Haustür und was dies für seine Gesundheit bedeutet. Ziel ist es, der Bürgerschaft ausreichend wissenschaftliche Daten und Argumente an die Hand zu geben, um bei der jeweiligen Stadtverwaltung eine gezielte Verbesserung einzufordern.

Du möchtest auch wissen, wieviel Feinstaub Du ausgesetzt bist und würdest gerne dazu beitragen, dass die Luft in Deiner Stadt besser wird?

Dann komm zu unserem Workshop "Feinstaub-Messgeräte selbst bauen" am Samstag, den 16.12.2017 um 15:00 Uhr, im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, Nürnberg, im Rahmen des Winterkiosks.

Hier zeigen wir Euch hands-on, wie man sich einfach und schnell ein eigenes Feinstaubmessgerät baut.
Der Eintritt ist frei, und wer einen der 14 Bausätze vor Ort erfolgreich zusammenbastelt, darf das Gerät auch unentgeltlich mit nach Hause nehmen.
Natürlich informieren wir darüber hinaus auch, wo sie die entsprechenden Bausätze erwerben können (ein Bausatz kostet regulär 35 EUR).
Informationen zum Bau des Feinstaub-Messgerät gibt es unter: http://luftdaten.info/feinstaubsensor-bauen/

Anmeldung:
Bitte eine formlose Anmeldung bis zum 12.12.2017 mit Angaben zu Name an frankenstaub(at)bluepingu.de
Die TN-Zahl ist auf 15 begrenzt.
Während dem Workshop bietet sich die Möglichkeit ein persönliches Luftschadstoffmessgerät selbst zu bauen und anschließend mit nach Hause zunehmen.
Gebt uns bitte Bescheid, ob ihr ein Luftschadstoffmessgerät bauen möchtet.
Anmeldungen werden bestätigt.

Warum machen wir das?

Feinstaub wird schon seit Jahren gemessen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) misst in Nürnberg nur an einer einzigen Feinstaub-Mess-Station:

Doch die LfU misst, das ist ihr gesetzlicher Auftrag, vor allem da, wo besonders viel Feinstaub in der Luft ist – bevorzugt an Hauptstraßen.
Darüber hinaus betreibt die Stadt Nürnberg zwei Feinstaub-Mess-Stationen im Nürnberger Stadtgebiet.

Wir setzen uns für eine umfangreichere Erfassung der Luftqualität an viel befahrenen Straßen, wie auch in Wohnvierteln ein. Transparenz über die Luftqualität schafft Bewusstsein über Gesundheitsgefahren. Ziel muss es sein, gesundheitsschädliche Emissionen so weit wie möglich zu begrenzen und Mobilität für alle zu gewährleisten. Die Stadt Nürnberg soll Luftschadstoffe effektiv reduzieren. Gesundheitsschutz muss oberste Priorität der Stadtpolitik werden.

Wie machen wir das?

Das OK Lab Stuttgart hat einen günstigen Feinstaubsensor entwickelt (Informationen dazu findet ihr luftdaten.info), der von Privatleuten nachgebaut und am Haus angebracht wird. Die Daten werden auf einer Livekarte visualisiert.
Ein Bausatz kostet nur ca. 35€.
Wir wollen die Idee der Stuttgarter Initiative, Luftdaten selber zu messen, aufgreifen und in/um Nürnberg ein bürgerbetriebenes Messnetzwerk zur Luftqualität aufbauen.

Wie genau sind die Messergebnisse?

Die OK-Lab-Sensoren sind viel einfacher als die teuren Geräte der LfU. Vergleichsmessungen haben jedoch ergeben, dass die Geräte die tatsächliche Feinstaubbelastung relativ gut messen. Nur bei besonders kalter und feuchter Umgebungsluft melden sie überhöhte Werte.

Wer gerne an der Organisation des Workshops mitmachen möchte, kann sich bei uns melden. Schreibt eine EMail an thomas(at)bluepingu.de.

Euer Frankenstaub-Team

 

Mehr zum Thema: