Die zehn Prozent Hürde wurde erreicht! Wie geht es jetzt weiter?

Im Zeitraum vom 31. Januar bis 13. Februar 2019 hatten Bürgerinnen und Bürger Bayerns die Möglichkeit, für das Volksbegehren Artenschutz mit dem Slogan „Rettet die Bienen“, eine Unterschrift, für eine bessere Zukunft zu setzen. Das Volksbegehren hat das Ziel der Änderung des bayerischen Naturschutzgesetzes, einer besseren Vernetzung von Biotopen, stärkeren Schutzes von Uferrandstreifen, dem Ausbau ökologischen Anbaus und höherer Transparenz. Trotz kritischer Stimmen wie die des Bauernverbands, welcher vor den geforderten höheren Mindestflächen für ökologischen Anbau warnt, wurde eindeutig mit 18,4 Prozent für das Volksbegehren gestimmt.

1.745.383 Millionen Unterschriften, das sind 18,4 Prozent der Wahlberechtigten, welche sich für ein besseres Naturschutzgesetz eingetragen haben. Das ist die höchste Beteiligung an einem Volksbegehren in der bayerischen Geschichte und eine 8,4 Prozent höhere Wahlbeteiligung als für ein erfolgreiches Volksbegehren „Artenvielfalt“ nötig.

Wahlbeteiligung nach Regierungsbezirk:

  • Nürnberg (Stadt): 19,5%
  • Nürnberg (Land): 23%
  • Fürth: 25,4%
  • Erlangen (Stadt): 24,9%
  • Landkreisen Bamberg und Bayreuth: 17,2, bzw. 16,9%
  • Roth: 20,6%
  • Ansbach: 19,4%
  • Forchheim: 18,9%
  • Neumarkt in der Oberpfalz: 18%
  • Weißenburg-Gunzenhausen: 17,6%
  • Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim: 16,7%

 

Nun lädt Söder am kommenden Mittwoch, den 20. Februar 2019, Initiatoren des Volksbegehrens, Naturschutzverbände, wie auch den Bauernverband an den runden Tisch, um gesellschaftsübergreifend erste Lösungswege und einen gesellschaftlichen Konsens zu erarbeiten. Bis zum Frühsommer möchte er einen umfassenden Gesetzesentwurf zum Natur- und Artenschutz vorlegen.

Es ist Zeit Danke zu sagen, denn nur durch die Wahlbeteiligung war es möglich unsere Zukunft mal wieder ein Stückchen mehr in die Hand zu nehmen!