Artikel im Bio-Spezial des Plärrer Magazins September 09
Die (elektronische) Zukunftstür geöffnet
»Bluepingu« – Bio-Internetportal für Franken
»Diskutiert und geplant haben wir das Projekt schon seit fünf Jahren«, beschreibt Frank Braun, Vorsitzender des Vereins, der das Internetportale
»Bluepingu« seit dem 7. Juli 2009 betreibt, den Werdegang des Projekts. Allein eineinhalb Jahre davon habe er, gemeinsam mit fünf weiteren Personen, ehrenamtlich am Konzept und dem Programm gearbeitet. Der Name steht für den blauen Planeten und sinnbildlich für einen anderen,
freundlichere Umgang seiner BewohnerInnen mit ihm. Der zweite Namensbestandteil, »-pingu«, verweist auf den Pinguin«, erklärt der Software-
Entwickler in einem großen Unternehmen, »weil dieses Tier nämlich nur in der Gemeinschaft überlebt«. Und dieses (friedliche) Miteinander von
Mensch und Ökologie, soll durch das Internetportal gefördert und gestärkt werden.
Ziel des Vereins ist die »Umorientierung in der Gesellschaft hin zu einen Lebensmodell«, im Einklang mit der Natur, wie es in der Satzung steht. Erreicht werden soll dies mit der Förderung einer nachhaltigen Konsumberatung, der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und vor allem der ökologischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.
BesucherInnen der Internetplattform finden mehr als 740 Einträge von Öko-Betrieben, Vereinen und Initiativen im Großraum, die nach Ansicht
der MacherInnen des Portals an diesem zukunftsfähigen Lebensmodell arbeiten. Das reicht von der Jugendabteilung des Bund Naturschutz über
den großen Lebensmitteladen Basic bis zur Ökokiste. Kurzbeschreibungen erleichtern die Einordnung. Dazu gibt es Daten wie Adressen, Telefonnummern, E-Mailadressen, samt Google-Map-Wegbeschreibung. Eingeteilt werden die Einträge in die drei Bereiche »bewusst einkaufen«, »aktive mitmachen « und »früh anfangen«. Letzteres bezieht sich auf die Jugendorganisationen im »Bio-Bereich«. Die Bereiche werden dann noch einmal differenziert in 19 Kategorien, wie Öko-Mode, täglicher Einkauf oder Haut + Haare.
»Wir verlangen für den Eintrag kein Geld«, erläutert Frank Braun die Kriterien der Aufnahme in das Portal. Zusätzlich sollten zum Beispiel Bioläden über 70 Prozent des Warenangebots in Bioqualität anbieten. Dies garantiere momentan, dass Handelsketten wie etwa Aldi oder Rewe, die auch über ein Angebot von Biowaren verfügen, nicht im Portal Platz finden.
Last but not least will »Bluepingu« aber auch die Szene im Internet vernetzen. Dazu dient ein »Logbuch«, in dem Kurzberichte über
Veranstaltungen zu finden sind und ein Veranstaltungskalender. Dort sind übersichtlich alle wichtigen Bio-Veranstaltungen der jeweiligen Woche aufgelistet.
Fazit:
«Bluepingu« ist auf dem besten Weg, den auf der Homepage formulierten Anspruch, der Regionallotse für die Bioszene der Metropolregion Nürnberg
zu sein, zu erfüllen.
Rainer Büschel












