Seit Mittwoch nun ist die Biofach für das internationale Fachpublikum geöffnet. Über 2500 Aussteller und ein internationales Fachpublikum treffen sich zum Austausch und in diversen Fachkongressen. Was uns besonders gut gefällt, ist der anhaltende Trend bio+fair zu verbinden, der sich dieses Jahr fortsetzt. Schon im letzten Jahr gab es ja eine Sonderfläche zum Thema Fairtrade, die gibt es auch dieses Jahr wieder. Was aber positiv auffällt ist, das auch die klassischen Bio-Anbieter mehr und mehr das Thema aufnehmen. Es ist einfach inkonsequent, auf gesunden Anbau zu achten, aber die Arbeitsbedingungen der Bauern, Umweltschutzrichtlinien und Gesundheitsvorsorge dabei zu ignorieren. Bleibt zu hoffen dass sich dieser Trend fortsetzt und irgendwann für das Thema Fairtrade keine Sonderflächen mehr nötig sein werden, da alle Bio-Hersteller auch fair produzieren. Schön ist, dass neben Lebensmitteln beständig weitere neue Produktgruppen für den fairen Handel erschlossen werden. Da gibt es Fußbälle, Schuhe, Kleidung, Gummibänder und vieles mehr.
Auch eine Textil Area gibt es dieses Jahr zum zweiten Mal um den Besuchern zu zeigen, was sich rund um die "grüne Mode" tut. Der Nürnberger Öko-Mode Experte Bernd Hausmann von Glore (Globally responsible Fashion) hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Auch hier ist bei vielen das Thema fair ebenso im Fokus wie bio, was gerade in dieser doch sehr undurchsichtigen Branche auch enorm wichtig ist. Die Modeschau, die es letztes Jahr nur zur Eröffnungpressekonferenz zu sehen gab, ist dieses Jahr fester Bestandteil des Messeprogramms und beim Publikum sehr beliebt. Hier zeigen die Aussteller auf sehr unterhaltsame Weise eine Auswahl ihrer Kollektion. Auch fränkische Anbieter sind hier Vertreten. So zeigt das Team von HempAge aus Adelsdorf, das man aus Hampf tolle Mode machen kann. Dann ist da die Firma Pololo aus Berlin, die all ihre Lauflernschuhe und Lederpuschen in Herzogenaurach fertigen läßt. Was sich schon im letzten Jahr zeigte, ist gerade auch der Bereich der Öko-Mode im Aufbruch. Eine Vielzahl kleiner Anbieter versucht uns mit Qualität und Made in Germany zu überzeugen. Uns gefällt das gut! Auch Grünen Fraktionschefin Renate Künast ließ es sich nicht nehmen während ihrem traditionellen Besuch auf der Biofach den Textilbereich zu besuchen und ließ sich dort ausführlich beraten (Fotos folgen).
Auch sonst sind wieder einige fränkische Unternehmen vertreten. Da ist natürlich Bio-Großhändler Dennree aus dem oberfränkischen Töpen, die Spezialisten für ökologisches Reisen von Renatour aus Nürnberg oder das Öko-Beratungsunternehmen Kugler & Rosenberger aus Altdorf vom Abokisten Gründer Günter Kugler. An dessen Stand hat auch unsere BioInnung eine kleine Präsenz und der erste Bioinnungsflyer liegt dort aus.
Leider wird für meinen Geschmack auch dieses Jahr wieder viel zu viel Wegwerfgut verteilt und ausgeschenkt. Da gibt es mittlerweile wirklich so viele intelligentere Möglichkeiten, Schade, dass da auf der Ökomesse einige Aussteller nicht ganzheitlich denken.
Alles in allem überwiegt aber das positive Gefühl, die Branche ist in Bewegung und auch unsere Region ist in Bewegung. Nun gilt es dies auch in die Bevöllkerung hinaus zu tragen!
Herzlich grüßt
Das Bluepingu Team













