Nachhaltigkeit lernen: die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014)
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Denn wir müssen lernen: Was ich heute tue, hat Einfluss auf das Leben meiner Kinder und auf das Leben von Menschen in anderen Weltregionen. Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt uns das Rüstzeug mit, um sinnvolle Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und drängende Probleme wie den Klimawandel gemeinsam zu lösen. Wo kaufe ich Kleidung, ohne die Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der vielen Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung versucht zu beantworten.

BLUEPINGU war offizielles Projekt der Weltdekade in den Jahren 2011/2012.

Die UN-Dekade: eine globale Bildungsoffensive
Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, das entsprechende Bildungskonzept zu stärken – vom Kindergarten bis zur Hochschule ebenso wie in außerschulischen Bildungseinrichtungen.

Im Auftrag des Bundestages
Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat dazu ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet. Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Regierungen, Bildungs-einrichtungen, Nicht-Regierungsorganisationen, Unternehmen und Einzelpersonen engagieren sich, rufen Nachhaltigkeit ins Bewusstsein und machen Menschen fit für die Zukunft. Unter diesen Akteuren sind etwa das Adolf Grimme Institut, Germanwatch und viele andere. Schirmherr ist Bundespräsident Christian Wulff.

Nachhaltigkeit zu lernen muss selbstverständlich werden
"Nachhaltigkeit zu lernen muss in Schule, Ausbildung und Studium selbstverständlich werden. Nur so können künftige Generationen globale Probleme wie den Klimawandel oder ungerechte Verteilung von Ressourcen bewältigen", so Prof. Gerhard de Haan, Erziehungswissenschaftler und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Mehr als 1000 beispielhafte Projekte
Die Deutsche UNESCO-Kommission zeichnet Projekte und Kommunen für herausragendes Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung aus. Mehr als 1300 solcher Dekade-Projekte und dreizehn Kommunen in ganz Deutschland zeigen, wie die Idee "Nachhaltigkeit lernen" in der Praxis funktioniert, und tragen sie in Regionen, Städte und Dörfer. Bisher wurden Aalen, Hamburg, Heidelberg, Neumarkt i. d. Oberpfalz, Bonn, Ahlheim, Frankfurt a.M., Hellenthal, Erfurt, Gelsenkirchen, Minden, Bad Honnef und ? (Bekanntgabe am 16.9.) ausgezeichnet.

Weitere Information zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung, Lehrmaterialien, Projekte und Pressemeldungen finden Sie unter: www.bne-portal.de.

Quellenangabe
Der gesamte Text wurde mit freundlicher Genehmigung unverändert übernommen aus dem Pressematerial der Internetseite www.bne-portal.de.

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