Leben mit der Energiewende

Energiewende unmöglich?
Was haben Irland, Österreich, die Schweiz, Belgien und Italien gemeinsam? Sie alle haben beschlossen auf Atomstrom zu verzichten. In der Debatte nach der Entscheidung Deutschlands 2011 bis 2022 aus der Atomenergie auszusteigen wurde ja oft unterschlagen, dass es ja durchaus schon Länder gibt, die diese „unmögliche“ Vision schon umgesetzt haben.

So hat Italien als bislang einziges Land den Atomausstieg bereits 1986 nach dem Unglück in Tschernobyl umgesetzt. Silvio Berlusconi wollte diese Entscheidung wieder rückgängig machen, doch das Volk hatte glücklicherweise seinen eigenen Kopf und entschied sich 2011 in einem Anti-Atom-Referendum gegen den Wiedereinstieg. Österreich baute zwar ein Atomkraftwerk, entschied sich aber in einem Referendum 1978 noch vor Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes für den Ausstieg aus der Kernenergie. Trotz des Beschlusses in Deutschland geht die Debatte um die Atomenergie aber ungebremst weiter. Angstszenarien werden skizziert, die Energieindustrie lässt keine Gelegenheit aus vor den hohen Kosten dieser Entscheidung zu warnen. Mit den Milliarden aus dem Energiegeschäft ist es ein leichtes eine Werbekampagne nach der anderen auf uns herabrieseln zu lassen. Aber es gibt auch andere Stimmen, deren Finanzierung allerdings deutlich mühsamer ist. Eine solche Stimme ist auch der neueste Film von Doku-Filmer Frank Farenski. „Leben mit der Energiewende“.

Open source – open minded: Leben mit der Energiewende
Frank Farenski Film zeigt in seinem neuen Dokumentarfilm, wie die Förderung regenerativer Energien zugunsten der konventionellen Energieindustrie gebremst wird und wie die Energiewende durch aufwendige Anti-Kampagnen bei den Bürgern madig gemacht werden soll. Schritt für Schritt wurde ja in den letzten beiden Jahren die Förderung von Solarstrom zurückgefahren, selbst eine Aufhebung des Vorrangs für Ökostrom wird diskutiert. Um die Zusammenhänge von Energiewirtschaft und Politik, Werbung und Manipulation offen zeigen zu können, entschied sich Farenski den Film unabhängig zu produzieren und den Film kostenlos über das Internet zugänglich zu machen. Finanziert hat er das Projekt über „Lizenznehmer“, auch das ein Stück gelebte Demokratie.
Hier hat einer sein Herz in beide Hände genommen und den Mut gehabt, einen Film auf eigene Rechnung zu produzieren und diesen frei zugänglich zu machen. Ein Film wie dieser hätte im Fernsehen nie einen Sendeplatz bekommen, so ist sich Farenski sicher. Er ist überzeugt, dass die Öffentlichkeit über die Energiewende nicht richtig aufgeklärt wird. Sein Film blickt hinter die Kulissen der Energiepolitik und will uns wachrütteln umd mobilisieren. Nicht zuletzt sind dieses Jahr im Bund und in Bayern noch Wahlen!
Im Rahmen der Agenda 21 Kino Reihe wird der Film am 14.4. um 11.30 Uhr auch im Casablanca Kino in Nürnberg gezeigt. Wie immer ist der Eintritt frei. Farenski wird für die anschließende Diskussion auch selbst anwesend sein um Fragen zu beantworten.
Kartenreservierungen: CASABLANCA, Brosamerstr. 12, Nürnberg
Tel 0911 – 45 48 24 oder per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vor dem Film können Sie sich ab 9.30Uhr bei einem leckeren Bio-Frühstück in der benachbarten Creperie Yechet Mad auf den Tag einstimmen.
 
Ich möchte mal wieder mit einem Zitat enden, welches, wie ich finde, wunderbar zum Thema Energiewende passt. Georg Christoph Lichtenberg hat einmal gesagt „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“
 
Herzlich grüßt

die Bluepingu Redaktion

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