Seit ich vor zweieinhalb Jahren nach Forchheim gezogen bin, ziert meinen Briefkasten ein Aufkleber mit der Aufschrift “Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!”. In meiner Wohngegend respektieren die Austräger diesen Wunsch, so dass ich heute beinah werbefrei lebe.

In anderen Städten kann es nötig sein, die Austräger zur Rede zu stellen, Verlagshäuser zu informieren und den einen oder anderen unerwünschten Werbebrief mit “Annahme verweigert – zurück an Absender” retour zu schicken. Das bisschen Mühe lohnt sich doch bei den Vorteilen:


Die Umwelt schützen 
Jedes Jahr landen 33 kg Werbewurfsendungen in einem durchschnittlichen deutschen Briefkasten. Das entspricht laut dem Umweltreport von kaufDA und PrimaKlima weltweit e.V. 2,7 Millionen Bäume, 820 Millionen kg Holz, 1.517 Millionen kWh Stromverbrauch, 455.400 Tonnen des Klimakillers CO2 und 4,62 Milliarden Liter Wasser pro Jahr.


Geld sparen
Hat man die verlockenden Angebote nicht ständig vor Augen, kommt man viel seltener auf die Idee einkaufen zu gehen.

Zeit sparen
Kein sinnloses Blättern mehr. Viel weniger Altpapier. Mehr Zeit für Dinge und Menschen, die einem wirklich wichtig sind.

Beruhigt verreisen
Gerade zur Urlaubszeit können vollgestopfte Briefkästen Einbrecher anlocken.

Die “Bitte keine Werbung”-Aufkleber gibt es im Schreibwarengeschäft oder können bei kaufDA kostenlos und portofrei bestellt werden. Wer etwas geschickt ist, kann sich auch bei Greenpeace Aachen eine Vorlage herunterladen, diese ausdrucken und im Handumdrehen mit Schere und Klebeband einen Schildchen basteln.

Für alle, die auf die Schnäppchenjagd nicht verzichten möchten, gibt es ökologische Alternativen. In den Discountern liegen oder hängen Prospekte mit den Angeboten aus. Ich trage vor Ort einfach die interessanten Angebote der nächsten Woche in den Kalender meines Handys ein. Zudem präsentieren sich auch die meisten Geschäfte im Internet und bietet das Portal kaufDA Prospekte der verschiedensten Einzelhändler und Discounter zur Einsicht an. Nicht verschweigen sollte man, dass das Surfen im Web ebenfalls CO2-Ausstoß verursacht.


Euer Christof

(Christof Herrmann ist neuer Bluepingu Aktivist und schreibt auf seinem Blog www.einfachbewusst.de über Minimalismus und Nachhaltigkeit im Alltag und auf Reisen.)

Mehr zum Thema: