Auch im Dezember verwöhnt euch Rosa Wolff wieder mit ihren Rezeptideen für den kleinen Geldbeutel. "Arm aber Bio" heißt ihr Buch und die gleichnamige Webseite.

Seit kurzem gibt es jetzt übrigens auch ein Kochbuch mit 118 Rezepten. Vielleicht ja das richtige Weihachtsgeschenk für einen Freund ....
Arm aber Bio! Das Kochbuch
Feine Öko-Küche für wenig Geld
Edition Butterbrot
11,95 €
ISBN 978-3-9813469-1-6

Nun aber zum Rezept:
Nach all den opulenten Feier-Abenden im Dezember dürfen es im Januar ein paar Zucker- und Fleischeinheiten weniger und ein paar Vitamine mehr sein.
Deshalb hier ein farbenfroher Wintersalat, der Laune macht, und eine leckere scharfe Sauerkrautsuppe, die ordentlich einheizt.

Rotkohlsalat mit Nüssen und Schafkäse
4 Portionen
1 sehr kleiner (oder ein kleiner halber) Kopf Rotkohl (Blaukraut)
1 große Orange
1 Päckchen Schafkäse (180 g)
6 Walnüsse
2-3 Frühlingszwiebeln
Pfeffer
2-3 EL Olivenöl

Zubereiten: ca. 45 Minuten
Kosten: ca. 5,80 € / Portion ca. 1,45 € 

Den Kohl vierteln und den Strunk herausschneiden. Die Viertel nochmal halbieren und den Kohl in millimeterdünne Streifen schneiden und in eine Salatschüssel geben. Die Orange schälen und in Stückchen schneiden und dazugeben.
Die Walnüsse öffnen und die Kerne grob zerkleinern. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Salat mischen, erst dann den Schafkäse darüberbröckeln. Salz benötigen Sie übrigens nicht, der Schafkäse liefert genügend, Essig brauchen Sie ebenfalls nicht, weil Orange und Schafkäse ausreichend Säure mitbringen. Nur pfeffern und zuletzt gutes Olivenöl über den Salat träufeln.

Weil’s aber im Winter mit Salat nicht getan ist, sondern etwas Warmes nottut, hier eine wärmende
Scharfe Sauerkrautsuppe
Wenn Weißkohl vergärt und zu Sauerkraut wird, vermehren sich explosionsartig die darin enthaltenen Vitamine. Die Milchsäurebakterien wirken probiotisch, da brauchen wir gar kein »functional food«. Kostbares Geschenk für Veganer: Sauerkraut enthät das in pflanzlichen Lebensmitteln sonst nicht vorhandene Vitamin B12. Senföle wiederum wirken antibakteriell – und das war jetzt nur eine kleine Auswahl der Vorzüge des leckeren Krauts.

4 Portionen
300 g Sauerkraut
2 große Kartoffeln, zusammen ca. 300 g
1 Karotte
1 Zwiebel
1-2 EL Butter oder Öl oder auch Schmalz
1/2 bis 1 ganze Chilischote, ersatzweise 1 TL Cayennepfeffer (je nach gewünschtem Schärfegrad gerne auch mehr oder weniger)
1/2 TL Kümmel
2 EL Tomatenmark
100 g Sauerrahm oder Schmand

Zubereiten: ca. 40 Minuten Kochen: 30 Minuten Kosten: ca. 2,80 € / Portion ca. 0,70 € 

Zwiebel häuten, in kleine Würfel schneiden und im Fett andünsten.
Während die Zwiebel leise gart, haben Sie Zeit, Kartoffeln und Karotte zu schälen und ebenfalls in kleine Würfel zu schneiden. Dazugeben und bei schwacher Hitze zugedeckt 10-12 Minuten weiterdünsten.
Inzwischen das Kraut hacken, damit Sie hinterher nicht mit langen Fasern, die vom Löffel rutschen, zu kämpfen haben. Chili entkernen und in feine Ringe schneiden. Chili, Kraut und Kümmel mit in den Topf geben, 1/2 Liter Wasser dazugießen, Tomatenmark unterrühren.  Wieder zudecken und weitere 30 Minuten leise köcheln lassen.

Lieben Gruß und einen einen guten Start in 2011 wünscht
Rosa Wolff

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