Krebserregende "Loony Ballony" Buntstifte, gehörschädigende "Animal" Spieltiere für die Badewanne oder zu klein geratene "Möbelix" Puzzlematten, deren Teile verschluckt werden können - wöchentlich veröffentlicht das EU-Verbraucherschutzkommissariat eine Liste mit gesundheitsgefährdenden Produkten. Rund 60 Prozent davon ist Spielzeug.

Auffällig: Die meisten Produkte, vor denen gewarnt wird, sind "Made in China". Ansonsten sind aber alle Länder vertreten: USA, Türkei, Malaysia, Deutschland, und viele mehr. Das Produktspektrum reicht von textilen Delfinen, die Geräusche machen, deren Batterie aber so heiß werden kann, dass das Spielzeug sich entzünden kann, über Kleidung, die krebserregende Stoffe enthält oder Kordeln, an denen Kinder sich strangulieren können (jüngst wurde vor einer MEXX Sweatjacke für Jungs gewarnt, die inzwischen vom Markt genommen wurde) bis hin zu Malkasten, die verbotene DEPH-Phthalate enthalten.
Eines der Produkte, vor denen die EU warnt: Mickey Mouse & Friends Malkasten.

Wer sicher gehen will, der vermeidet "Made in China"-Produkte wo immer möglich. Oder erkundigt sich vorher, was aber nur selten schnell zum Erfolg führt. Meist gibt es in den Geschäften durchaus Alternativen zu den "Made in China"-Produkten. Und wenn nicht, dann ist Verzicht - wenn auch manchmal schwierig durchzusetzen - immer noch besser, als die Gesundheit seiner oder anderer Kinder zu gefährden.

Der Mickey Mouse & Friends Malkasten enthält verbotene, weil krebserregende DEPH-Phthalate.

Ich gebe zu, ich war geschockt von diesen Listen. Und beim nächsten Gang in ein größeres Kindergeschäft noch mehr, als ich erkannt habe, wie viele Produkte "Made in China" sind - auch Markenprodukte, von denen ich das nicht erwartet hatte. Mein nächster kleiner Unterschied, den ich machen werde, ist mir klar geworden.

Der Link, unter dem ihr euch die wöchentliche Liste anschauen könnt (leider nur in Englisch):
http://ec.europa.eu/consumers/dyna/rapex/rapex_archives_en.cfm

Sigrid Leger

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