Nun beginnt sie wieder, die wohl romantischste Zeit des Jahres. Plätzchenduft weht abends durch die Straßen, es riecht nach Zimt, Anis und anderen Köstlichkeiten und Räucherstäbchen und Kerzen haben Hochkonjunktur. Wenn schon die Sonne nicht scheint, so schenkt vielen von uns ein mit Kerzen ausgeleuchteter Raum innere Wärme und Wohlgefühl.

Wäre es nicht schön, wenn wir wenigstens bei Kerzen und solcherlei Dingen einfach mal mit dem Auge auswählen könnten ohne dabei abwägen zu müssen, welches der Produkte nicht nur gut aussieht und duftet sondern auch für Mensch und Natur verträglich ist? Leider gilt aber auch bei Kerzen und Räucherwerk, es gibt gute und weniger gute Produkte.

In keinem anderen Land der Welt werden so viele Kerzen hergestellt, wie in Deutschland. Die meisten Kerzen werden immer noch aus Paraffin, einem Erdölprodukt, hergestellt. Alternativ dazu gibt es aber ein wachsendes Angebot an Stearinkerzen, die aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Rindertalg oder Kokosfett hergestellt werden. Aber Achtung, auch hier gilt es aufzupassen, denn viele dieser Kerzen werden aus Palmöl hergestellt. Leider verursacht der rasant wachsende Bedarf an Palmöl die Rodung lebenswichtiger Regenwälder, daher rufen Organisationen wie „Rettet den Regenwald" zum Boykott solcher Kerzen auf. Firmen wie Ikea versuchen jetzt Kerzen aus zertifizierter Palmölproduktion zu beziehen, um diesem Umstand Rechnung zu tragen. Allerdings wird dieses Siegel von einigen NGO's (Nicht-Regierungs-Organisationen) als nicht ausreichend angesehen.

siegel ral kerzenNeben den Produktionsbedingungen gilt es beim Kerzenkauf aber auch an die eigene Gesundheit zu denken, denn eine Reihe von Kerzen geben beim Abbrennen gesundheitsgefährdente Stoffe ab. Das gilt insbesondere für bunte Billig-Kerzen und geschmückte Figurenkerzen, denn die meisten Schadstoffe (z.B. Schwermetalle und Flammschutzmittel). werden über Farben, Lacke und Duftstoffe verursacht. Um das zu vermeiden, solltet Ihr euch beim Kauf an dem RAL Gütezeichen für Kerzen orientieren (siehe Bild). Es verpflichtet Hersteller, mit möglichst schadstoffarmen Rohstoffen, Farben und Lacken zu arbeiten. Mehr Informationen zum RAL Gütezeichen findet Ihr auch auf deren Webseite unter: http://www.kerzenguete.com/

Übrigens: Wer viele Teelichter verwendet, dem sei empfohlen, die Teelichter ohne die Aluumhüllung zu kaufen und stattdessen wieder verwendbare Behälter zu nutzen. So können Sie diesen wertvollen Rohstoff schonen.

Auch bei Räucherstäbchen gilt es übrigens einige Grundregeln zu beachten. Wie bei Kerzen gibt es hier zum einen mit Schadstoffen belastete Produkte, zum anderen führt ein übermäßiger Gebrauch zu einer erhöhten Feinstaubbelastung in der Wohnung, die gerade für rauchempfindliche Menschen zum Problem werden kann. Verwendet bitte daher Räucherstäbchen, die zu 100% auf pflanzlicher Basis hergestellt wurden, die auch nahezu rauchfrei sind. Alternativ zu Räucherstäbchen könnt Ihr es mal mit Orangenschalen auf der Heizung probieren oder Ihr verwendet naturreine Duftöle.

Einen besinnlichen Start in die Adventszeit wünscht
Euer Frank Braun

Mehr zum Thema: