Am 12. Mai hatte die Grüne Bundestagsfraktion zur Konferenz „Rio 20+ Zukunft geht nur Grün – Nachhaltigkeit – wie weiter?“ in das Paul-Löbe-Haus in Berlin eingeladen. Ziel der Konferenz war es, einen Blick in die Zukunft zu richten und weitergehende Lösungen zu präsentieren. Zu Beginn zogen Jürgen Trittin und Klaus Töpfer kritisch Bilanz mit einem Blick zurück auf die letzten 20 Jahre. 1992 wurde beim Erdgipfel in Rio, der Konferenz für Umwelt und Entwicklung, die Agenda 21 aus der Taufe gehoben.

TrittinDort ist in der Präambel folgendes zu lesen: „Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist.“
 
Klingt das nicht erschreckend aktuell? Global gesehen hat sich gefühlt nur wenig bewegt, aber auf lokaler Ebene sind tausende von Menschen unterwegs um zukunftsfähige, kreative Ideen mit viel Herzblut Wirklichkeit werden zu lassen. Stellvertretend für diese lokale Vielfalt im Agenda Prozess waren 5 Initiativen nach Berlin eingeladen. Neben  der Installation „aufgetischt“ von Tollwood München, dem Naturschutzbund Deutschland mit dem Thema „Meere ohne Plastik, der Initiative „Aware and fair“ der Agenda 21 Hannover und Terre des Hommes durften auch wir Bluepingu unter dem Motto „Gelebte Nachhaltigkeit“ in Berlin präsentieren.

bluepingu rio20Das wir uns hier präsentieren durften, hat sicherlich auch damit zu tun, dass sich in Franken in den letzten Jahren viel getan hat. Die Biometropole Nürnberg, die BioInnung, die Fairtrade Stadt Bewegung in der Region und die in Nürnberg immer noch überaus lebendige Agenda 21 Gruppe stehen dafür ebenso wie die noch jungen Graswurzel-Initiativen wie fairlangen.org, „und was kaufst du?“ und natürlich auch Bluepingu, die der regionalen Nachhaltigkeitsbewegung neue Impulse gegeben haben.
 
Auch in Berlin sind wir mit unseren Projekten wie dem Regionallotsen, dem Agenda 21 Kino und unserem Stadtgarten bei den Besuchern auf großes Interesse gestoßen und haben positive Resonanz erfahren. Immer wieder hörten wir den Wunsch, etwas Ähnliches in der eigenen Stadt zu haben. Dieses positive Feedback auf Bundesebene ist ein Dankschön an all die Menschen, die hinter Bluepingu stehen und mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für ein Franken mit Zukunft dies alles möglich machen.
 
In diesem Sinne, weiter so!
 
Mach den kleinen Unterschied
Eure Bluepingus
Jürgen und Frank

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