bio - regional - fair

Bei der AG "bio - regional - fair"  ist der Name Programm. Es geht darum, Akteure aus den genannten drei Bereichen zusammenzubringen, um voneinander lernen zu kiönnen und die  gemeinsamen Werte mit geballter Kraft in die Öffentlichkeit zu tragen.

Die meisten Teilnehmer kommen aus dem südlichen bayerischen Raum und passen damit nicht ganz zu unserem üblichen fränkischen Aktionsradius. Allerdings schauen wir auch hin und wieder gern über den Tellerrand hinaus. So bekommen wir einen erfrischenden neuen Blick auf die Dinge. So auch in diesem Fall beim Treffen bei Tagwerk im beschaulichen Dorfen, östlich von München.Tagwerk Laden
Tagwerk ist eine Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft, der rund 100 Erzeuger, neun Tagwerk-Märkte, außerdem Wochenmarkt-Stände und Abo-Lieferbetriebe und auch regionale Verarbeitungsbetriebe angehören.
Tagwerk lebt die drei Bereiche bio, regional und fair schon seit 1984 auf vorbildliche Weise. Ein Auzug aus dem Tagwerk-Leitbild macht dies eindrucksvoll deutlich:

Bio-Qualität aus der TAGWERK Region
Viele Lebensmittelmärkte vertreiben ihre eigenen Handelsmarken. Die Hersteller dieser Handelsmarken bleiben im Hintergrund. Meist bekommt einfach der billigste Hersteller den Zuschlag. Nicht so bei TAGWERK.

Regional bedeutet bei uns
- dass ein TAGWERK-Produkt nicht weiter als aus einem Kernkreis mit dem Radius 50km um Erding herum kommen darf, mit Ausnahmen bis maximal 100km. Und dort ist die absolute Grenze.

Wo TAGWERK draufsteht ist auch TAGWERK drin
Der Bäcker ein TAGWERK-Bäcker, Mehl aus der TAGWERK-Mühle, Getreide vom TAGWERK-Bauern
TAGWERK-Erzeuger sind Mitglied eines Anbauverbands und wie alle TAGWERK-Verarbeiter selbstverständlich biozertifiziert.

Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft
Kurze Wege sind das eine, das andere sind soziale Kontakte und persönliches Vertrauen. Ob Getreideanbauer, Gärtner oder Rindermäster, ob Bäcker, Metzger, Großhändler, Biomarktbetreiber oder Wochenmarktbeschicker. Für ein Produkt der TAGWERK-Marke stehen Menschen, die gemeinsam unter dem Dach der Genossenschaft handeln und sich den TAGWERK-Zielen eines fairen Handels, eines ökologischen Miteinanders und eines umfassenden Qualitätsbewußtseins verpflichtet haben.

Darüber hinaus erstellt Tagwerk eine Gemeinwohlbilanz, die das Leitbild wiederspiegelt, aber auch transparent Verbesserungspotentiale aufzeigt.Die Tagwerk Region

Bei einer Führung durch den Großlversand war die ein oder andere regionale Spezialität zu Entdecken, die man teilweise nicht unbedingt in bzw. überall in Deutschland verortet: unterschiedliche Sorten von Maronen, Haselnüsse, ein Rohmilchkäse mit dem passenden Namen Schimmelthaler, ein Bier-Krieg-Brot und sogar Wasch- und Reinigungsmittel. Dies alles wohlgemerkt erzeugt, verarbeitet und verkauft im direkten Unfeld aus einer Hand.

Besonders spannend ist die relativ junge Kooperation mit dem - von Dorfen knapp 40 km entfernt ansässigem - Müslihersteller Barnhouse. Beim Barnhouse Granola wird ausschießlich Hafer und Dinkel von ca. 40 Tagwerk-Parterbetrieben verarbeitet. Und das auf Basis mehrjähriger Verträge mit gerechte Erzeugerpreisen, was leider mittlerweile auch im Biosegment eine Seltenheit ist.Tagwerk Großlager

Tagwerk und seinen Bauern wird es so ermöglicht z.B. wieder Hafer anzubauen, der ansonsten international nicht wettbewerbsfähig - allerdings im Gegensatz zur Konkurenz - enkeltauglich ist. Barnhouse wiederum bekommt die Möglichkeit seinen ökologischen Anspruch glaubwürdig an die Crunchy-Fans zu vermitteln.

Solche Projekte machen Mut, dass die ökologischen Werte nicht zwangsläufig unter die Räder kommen müssen, wenn ein Bio-Unternehmen wächst und auf dem internationen Parkett agiert.

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