„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind“, wusste schon Francis Bacon. Glücklich und dankbar sind jetzt rund 50 Kinder auf der indonesischen Halbinsel Sumatra. Denn der erste Meilenstein ist geschafft – dank der tatkräftigen Unterstützung vieler meiner Kollegen.

Noch vor zwei Jahren waren die Zustände in dem Waisenhaus in Palembang, mit rund 1,3 Millionen Menschen zweitgrößte Stadt Sumatras, katastrophal. Bei einem Urlaub entdeckte ich die schlimmen Probleme vor Ort: „Die Kinder mussten sich teilweise zu dritt eine Matratze teilen, die Küche bestand nur aus einer Feuerstelle und die Räume platzten aus allen Nähten – es fehlte einfach an allen Ecken und Enden.“

Spontan kam mir die Idee, zuhause wieder zurück am Arbeitsplatz eine Spendenaktion unter den Kolleginnen und Kollegen zu starten. Für die Verwendung der Mittel bürgte ich persönlich. Im Rahmen einer Mitarbeiterveranstaltung in meiner Firma im Dezember 2010 wurde das Projekt vorgestellt und am selben Abend sowie in den Wochen danach eine Spendenbox in der Firma aufgestellt. Auch unsere Marketingabteilung rührte die Werbetrommel. So kamen bis Weihnachten fast 2.000 Euro von Mitarbeitern zusammen, darunter Einzelbeträge von bis zu 100 Euro. Das war bereits eine beachtliche Summe, finde ich!

Hinzu kam die Entscheidung meiner Chef-Chefs, die Spenden großzügig aufzurunden – auf stolze 5.000 Euro: Genau die Summe, die nötig war, um die dringendsten Maßnahmen zur Verbesserung im Waisenhaus durchführen zu können. Mit anderen Worten: Das Projekt konnte starten!

Seither sind die Umbauten in vollem Gange. Durch die Aufstockung des Gebäudes gibt es bereits zusätzliche Schlafräume. Die mickrige Kochnische wandelt sich gerade zu einer funktionsfähigen Großküche. Und auch der Ausbau der Schulräume läuft auf Hochtouren. Mehr noch: Über die bisherigen Planungen hinaus reicht das Geld sogar für die Sanierung des Daches, das künftig Asbest frei sein soll. „Das ist ein weiterer wichtiger Fortschritt!“, sagt Maren mit strahelndem Gesicht.

So bald wie möglich will sie sich erneut selbst ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten machen und allen Spendern davon berichten. Schon jetzt freut sie sich, dass alle Spender dazu beigetragen haben, diesen Waisen ein menschenwürdigeres Zuhause, bessere Gesundheit und mehr Bildung zu bieten – beste Voraussetzungen für einen Start in eine bessere Zukunft.

Selbst elementare Grundbedürfnisse waren für die Kinder in Palembang keine Selbstverständlichkeit. Das hat sich nun wenigstens für 50 Kinder ein klein wenig geändert. „Aber beendet ist ein solches Projekt natürlich nie, denn Verbesserungspotenzial gibt es immer,“ weiß Maren, die gern Albert Einstein zitiert: „Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt“.

Dieses Projekt ist ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie sich euer Engagement lohnen kann und vielfach Freude schenkt, nicht zuletzt auch Euch.

In diesem Sinne: Mach den kleinen Unterschied!

Euer Bluepingu Team

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