Neue Wege - neue Chancen

Momentan ändern viele Menschen Ihr Leben, um sich und andere zu schützen. So auch Bluepingu: Wir sagen erstmal bis zum 19. April alle öffentlichen Bluepingu-Veranstaltungen ab. Und auch unser Büro bleibt für den Publikumsverkehr geschlossen.

Wenn man aber einen Schritt zurücktritt, kann man sich nur positiv irritiert die Augen reiben: Innerhalb kürzester Zeit ist die Menschheit plötzlich fähig auf eine globale Herausforderung kollektiv, kooperativ und umfassend zu reagieren!

Hier einige Beispiele dazu:

  • Junge Menschen bleiben zu Hause, um ältere und gefährdete Personengruppen zu schützen.
  • Nachbarn findet sich über die #Nachbarschaftschallenge zusammen, um einander zu helfen.
  • Freiberuflern, Künstler*innen und Selbstständigen, die in den nächsten Wochen Verdienstausfälle haben werden, wird solidarisch geholfen. Eine Petition zum Thema wird von Hunterttausenden unterzeichnet
  • Ein bedingungloses Grundeinkommen für sechs Monate ist auch eine prima Idee!
  • Um auch in einem Krisenfall Medikamente, Wirkstoffe, Atemmasken oder Desinfektionmittel vorrätig zu haben, wird über eine lokale Produktion nachgedacht.

TransitionTown Bluepingu BildAlle dieser Themen erinnern frappierend an die Ideen der Transition Initiativen, an denen sich Bluepingu ja von Anfang an orientiert. Gemeinschaftlichkeit oder Resilienz (lokale Widerstandsfähigkeit) finden sich beispielsweise sofort in den obigen Beispielen wieder. Nur denken wir die Themen breiter, da wir uns eben nicht nur Medikamente, sondern auch lokale und selbstbestimme Lebensmittel (Essbare Stadt / Solidarische Landwirtschaft), Mobilität (Lastenrad für alle) oder Energie (Balkonkraftwerke) wünschen.

Richtig spannend wird es, wenn man sich die unbeabsichtigten positiven sozial-ökologischen Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie anschaut:

  • Die Luft in China ist wieder sauber, wodurch unzählige Menschen länger leben können.
  • Durch die Einschränkung des Flugverkehrs werden Unmengen CO2 eingespart

Vielleicht kann ja diese Katastrophe - so schlimm sie auch für die betroffenen Menschen ist - ein Katalysator für den dringend nötigen Wandel sein? Dinge, die bisher unmöglich schienen, passieren jetzt rasend schnell. Jetzt ist die Change, die Diskussion zu erweitern und den Transfer von Problemen im Rahmen der Pandemie auf ähnlich gelagerte Handlungsfelder zu übertragen. Wir lassen die sozial-ökologische Blase einfach platzen!

Wir haben hier noch einige Beiträge verlinkt, die in diese Richtung gehen und legen Euch insbesondere den Pioneers of Change-Summit  ans Herz, der in wenigen Tagen beginnt.

Macht das Beste aus der Situation, bleibt gesund und werdet - ganz nach dem Transition-Motto #einfachjetztmachen - mit Kopf, Herz und Hand gleich jetzt aktiv!

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