PM: Bluepingu-Projekt „Wilde Essbare Stadt“ startet

Kontakt: Mareta Langguth-Reinzuch // kontakt@essbare-stadt-nuernberg.de

Webseite: www.essbare-stadt-nuernberg.de
instagram: @essbare_stadt_nuernberg und @wilde_essbare_stadt

Am 1. Juni 2026 konnte das Projekt Wilde Essbare Stadt, getragen von Bluepingu e.V., in seine 2,5- jährige Projektlaufzeit starten. Es wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) als innovative Projektidee gefördert, die dem Schutz, der nachhaltigen Nutzung und der Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschland dient.

Die Projektgruppe Essbare Stadt Nürnberg des Vereins Bluepingu e.V. besteht schon seit 2019 und hat seitdem zahlreiche nachbarschaftlich gestaltete Naschgärten im öffentlichen Raum in Nürnberg aufgebaut. Mit der Bundesförderung beginnt nun ein neues Kapitel.

Ab jetzt liegt der Fokus der Initiative auf dem Thema Biodiversität. Es geht darum, biologische Vielfalt greifbar zu machen und auf verschiedenen Wegen die Vielfalt des Lebens im städtischen Raum zu fördern. Dazu wird auf Beteiligung und gemeinsame Gestaltung gesetzt, aufs Teilen von Ressourcen und Wissen. Gemeinsam sollen Commons geschaffen und weiter am großen Ziel gebaut werden: Naschgärten für alle!

Das Projekt Wilde Essbare Stadt ist im Förderschwerpunkt Stadtnatur des BPBV angesiedelt. Dieser dient dem Ziel, durch eine intakte und vielfältige Stadtnatur in Städten wie Nürnberg den Anteil an naturnahen, arten- und strukturreichen Grün- und Freiflächen zu erhöhen und die biodiversitätsfördernde Durchgrünung zu verbessern. Was technisch klingt, will die Initiative auf ihre Weise mit Leben füllen – und zwar zusammen mit der Nürnberger Bevölkerung und wie gewohnt mit viel Spaß, Gemeinschaft und Macher*innen-Geist!

Das Konzept

Das Konzept besteht aus sechs Bausteinen, die jeweils eine Reihe von Maßnahmen umfassen. Diese werden im Lauf der Projektzeit umgesetzt und miteinander verzahnt:

  1. Ein Naschgarten-Myzel wachsen lassen: Es wird ein Vorgehen entwickelt, das es Menschen in Nürnberg möglichst unbürokratisch und unkompliziert ermöglichen soll, gemeinsam mit ihren Nachbar*innen öffentliche Naschgärten in Nürnberg aufzubauen.
  2. Stadtgärtner*innen befähigen: Durch die Weitergabe von Wissen und Gartentechniken in verschiedenen Vermittlungsformaten, die Schaffung von Erfahrungsräumen sowie kostenlose Zugänge zu Material, Werkzeug und Know-How werden Menschen zum Gärtnern in der Stadt befähigt.
  3. Lebensraum für alle schaffen: Städte sind Lebensräume und sollen als solche lebenswert für eine Vielzahl an Lebewesen sein, denn nur vielfältig sind sie resilient und lebenswert. Im Projekt werden nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere schleichenden, fliegenden, krabbelnden und sprießenden Mitlebewesen vielfältige Lebensräume, Nistmöglichkeiten, Trittsteine, Wasser- und Nahrungsquellen geschaffen.
  4. Veränderung säen: Biodiversität steht in einem großen, komplexen Zusammenhang mit unserer Lebensrealität – mit Politik, Ernährung, Gesellschaft, Konsum, Klima und Stadtleben.

Dieser Zusammenhang wird in einem bunten Workshop-Programm erforscht, um herauszufinden, wo Wandel nötig und möglich ist, wo er angestoßen und eingefordert werden kann.

  1. Biodiversität sichtbar machen: Das abstrakte Thema Biodiversität wird greifbar gemacht, denn nur was wir kennen und schätzen, sind wir auch bereit, zu schützen. Besonders in urbanen Räumen erscheint biologische Vielfalt weit weg, dabei hat die Stadt hier eine ganz besondere Bedeutung: Stadtnatur bietet riesige Potenziale, die geborgen und ausgebaut werden sollen.
  2. Uns vernetzen: Um gemeinsam ein stabiles Netz zu bilden und Wirkmacht für Lebendigkeit zu erhöhen, wird es im letzten Baustein um die Vernetzung mit verschiedenen Akteuren gehen, um verschiedene Themen und Zugänge zusammenbringen, die sich mit dem Guten Leben für alle, mit Stadt, Mensch und Mitwelt beschäftigen.

Was die verschiedenen Bausteine der Wilden Essbaren Stadt ausmacht und wie sie mit Leben gefüllt werden, wird sukzessive auf Instagram, im Newsletter und auf der Website der Essbaren Stadt Nürnberg veröffentlicht. Dort gibt es auch Infos zu den vielseitigen Workshop-Programmen und Gelegenheiten, Teil der Wilden Essbaren Stadt Nürnberg zu werden.

Förderung

Das Projekt Wilde Essbare Stadt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.